Weg frei für die 2. Stammstrecke: Neue Autoreisezuganlage entsteht am Südbahnhof

v.l.n.r.: Klaus-Dieter Josel (Konzernbevollmächtigter der DB in Bayern), Christian Bernreiter (Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr), Kai Kruschinski-Wüst (Gesamtprojektleiter 2. Stammstrecke) geben das Startsignal für die neue Autoreisezuganlage.

Die Deutsche Bahn hat heute mit den Bauarbeiten für eine neue Autoreisezuganlage am Güterbahnhof München Süd (Südbahnhof) im Schlachthofviertel begonnen. Sie soll das bisherige Verladeterminal am Ostbahnhof ersetzen und Mitte 2025 in Betrieb gehen. Das schafft Baufreiheit für die Arbeiten zur neuen unterirdischen Station am Ostbahnhof, die für die 2. Stammstrecke entsteht. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Hauptbaumaßnahmen. Die Bauarbeiten für die neue Tunnelstation beginnen 2025.

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Ich freue mich, dass die Verlegung der Autoreisezuganlage nun beginnen kann. Sie ist ein wichtiger Meilenstein für die Fertigstellung der 2. S-Bahn-Stammstrecke im Ostabschnitt. Ich gehe davon aus, dass die Deutsche Bahn nun zeitnah auf der ganzen Strecke ins Bauen kommt.“

Klaus-DieterJosel, Konzernbevollmächtigter der DB in Bayern: „Mit der Verlegung der Autoreisezuganlage machen wir den Weg frei für die 2. Stammstrecke. Die Deutsche Bahn kann nun endlich entlang der gesamten Strecke bauen. Der Ostbahnhof, aktuell bereits unter den Top-3-Bahnhöfen in Bayern, wird künftig noch leistungsfähiger und attraktiver. Davon profitieren auch tausende Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte im neu entstandenen Werkviertel, die dann deutlich besser an den ÖPNV und Fernverkehr angebunden sein werden.“    

Bei der neuen Autoreisezuganlage am Südbahnhof entsteht ein Verladegleis von 243 Metern Länge.  Die Station soll von der Thalkirchner Straße über die bereits vorhandene Zufahrt zum Bahngelände erreichbar sein. Die Anlage kann durch verschiedene Autoreisezuganbieter genutzt werden.  

Mit der 2. Stammstrecke München wollen Bahn, Stadt, Freistaat und der Bund die S-Bahn in der Landeshauptstadt leistungsstärker, zuverlässiger und attraktiver machen und mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern. Dafür wird eine zweite S-Bahn-Stammstrecke auf rund zehn Kilometern und in bis zu 48 Metern Tiefe zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und Leuchtenbergring im Osten gebaut. Die Deutsche Bahn wird das Projekt nach derzeitiger Planung zwischen 2035 und 2037 in Betrieb nehmen. Die Gesamtkosten sollen bei 7,0 Milliarden Euro liegen. Mögliche Marktpreissteigerungen ab 2021 sind darin nicht enthalten.

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